Natascha Kampusch

Natascha Kampusch – 10 Years after her dramatic Escape

Her destiny made headlines around the globe: 1998 abducted on the way to school, Natascha Kampusch had disappeared without a trace. On August 23rd 2006, eight and a half years after her disappearance, the 18-year old girl succeeded to escape from the prison of her torturer Wolfgang Priklopil. Ten years after of her dramatic escape ORF presents a new documentary, following Natascha Kampusch on her difficult way back into a normal life. 50 minutes consisting of exclusive interviews and touching archive material as well as intimate scenes of her private life allow the viewer to sympathize very closely her attempt to fight against conspiracy and hostility. “During the past decade, I only felt free in a few moments. After I’ve returned home from captivity, I returned into a life in prison – a prison full of judgments and convictions.” ORF’s Chrstoph Feurstein has exclusively interviewed Natascha Kampusch, her family and friends., gaining insight into her daily life and accompanying her during her riding lesson, at work at a goldsmith and her return to the place of her captivity – the house of Wolfgang Priklopil – for the first time.

 

Natascha Maria Kampusch (* 17. Februar 1988 in Wien) ist eine österreichische AutorinSchmuckdesignerin und ehemalige Fernsehmoderatorin.

Erstmals bekannt wurde sie, als es ihr gelungen war, aus einer Entführung und langjährigen Freiheitsberaubung zu fliehen. Im Jahr 1998 war sie als damals zehnjähriges Kind von dem arbeitslosen Nachrichtentechniker Wolfgang Přiklopil in Wien entführt und mehr als acht Jahre lang in seinem Haus im Bezirk Gänserndorf, östlich von Wien, gefangen gehalten worden. Als sie 2006 im Alter von 18 Jahren aus dieser Gefangenschaft zu fliehen geschafft hatte, führte ihr Auftauchen zu einem weltweiten Medienecho.

Aufgrund dieser medialen Bekanntheit wurde Kampusch eine eigene Talkshow namens Natascha Kampusch trifft angeboten, die sie 2008 moderierte und in der sie prominente Gäste wie etwa Niki Lauda zum Gespräch empfing.

Seit 2010 tritt sie als Autorin in Erscheinung. So veröffentlichte sie 2010 eine Autobiografie unter dem Titel 3096 Tage, die sie zusammen mit Heike Gronemeier und Corinna Milborn verfasste. Das Buch belegte Platz 1 der Bestsellerlisten.  2016 veröffentlichte sie ihr zweites erneut autobiografisches Buch 10 Jahre Freiheit, wieder zusammen mit Heike Gronemeier.  2019 erschien, diesmal mit Niki Uzelac geschrieben, ihr Sachbuch Cyberneider – Diskriminierung im Internet über Mobbing im Internet

Sie gestaltete außerdem eine Schmuckkollektion mit dem Namen Fiore, welche 2017 erschien.

Herkunft und frühe Jahre

Kampusch wurde als Tochter der gelernten Schneiderin Brigitta Sirny (geborene Kampusch) und des Bäckermeisters Ludwig Koch geboren. Ihre Eltern, die nicht miteinander verheiratet waren, trennten sich, als sie noch ein Kind war. Natascha hat mütterlicherseits zwei Halbschwestern; die älteste ist 20 Jahre, die zweite 19 Jahre älter als sie.[6] Vor ihrer Entführung besuchte sie die vierte Klasse der Volksschule.

Entführung

Am Morgen des 2. März 1998 wurde Kampusch auf dem Weg zur Schule durch Wolfgang Přiklopil in einen Kleintransporter gezerrt und in der Folge 3096 Tage lang im niederösterreichischen Strasshof an der Nordbahn festgehalten.  Sie konnte am 23. August 2006 flüchten. Přiklopil starb noch am selben Tag durch Suizid

Die Umstände der Entführung und Gefangenschaft sowie mögliche Verfehlungen der Ermittlungsbehörden wurden von Medien detailliert thematisiert. Die anhaltende Diskussion führte zur Einsetzung einer Evaluierungskommission und zweier parlamentarischer Untersuchungsausschüsse.

Schulausbildung

Im Juni 2008 holte Kampusch den Hauptschulabschluss  nach und begann eine Ausbildung zur Goldschmiedin,  die sie abbrach. 

Fernsehen

Logo der Fernsehsendung Natascha Kampusch trifft

Nach ihrer Selbstbefreiung aus der Freiheitsberaubung entschloss sich Kampusch, im Fernsehen vereinzelte Interviews zu geben. Das erste wurde von Christoph Feurstein geführt und am 5. September 2006 im ORF ausgestrahlt. Feurstein interviewte sie in der Folgezeit mehrfach und drehte 2016 den Dokumentarfilm Natascha Kampusch – ihr Leben zehn Jahre nach der Flucht, der sie in Beruf und Freizeit, allein und mit langjährigen Freunden, Familie und anderen Bezugspersonen zeigt. Kampusch war immer wieder auch in Talkshows zu Gast, darunter DAS! und Markus Lanz.

Zwischen Juni und Oktober 2008 war Kampusch Moderatorin einer eigenen Fernsehsendung namens Natascha Kampusch trifft im österreichischen Sender Puls 4. Die Sendung wurde nach drei Folgen (mit den Gästen Niki LaudaStefan Ruzowitzky und Veronica Ferres) eingestellt.

Autorin

2010 veröffentlichte Natascha Kampusch ihre Autobiografie 3096 Tage, die zu einem Bestseller auf dem deutschen und österreichischen Buchmarkt wurde. Die Rezensentin Kim Kindermann lobt an dem Buch, dass es nicht schwarz-weiß zeichne und Kampusch keineswegs als bloß hilfloses Opfer darstelle. Sie sei „nicht in den ewigen Misshandlungen, in dem Kummer und der Hilflosigkeit (ertrunken), sondern sie schafft es aus eigener Kraft, Distanz zu wahren, in die innere Immigration (sic!) zu gehen, ohne sich zu verlieren“.

2013 lief der Film 3096 Tage in den Kinos an, der Kampuschs Geschichte auf Vorlage des von ihr verfassten Buches nacherzählt.

2016 veröffentlichte sie anlässlich des Zehn-Jahres-Jubiläums ihrer Selbstbefreiung ihr zweites Buch, Natascha Kampusch: 10 Jahre Freiheit.

2019 erschien das Buch Cyberneider – Diskriminierung im Internet über Mobbing und Hate Speech im Internet; das erste ihrer Bücher, welches nicht primär biographisch orientiert ist, in dem sie jedoch auch von eigenen Erfahrungen berichtet.

Schmuckdesignerin

Bereits seit ihrer Kindheit war es der Traum von Kampusch, Schmuckdesignerin zu werden. Im Jahr 2017 veröffentlichte sie ihre Schmuckkollektion Fiore (italienisch für Blume). Nach Aussagen von Kampusch soll die Blume ihre Lebensgeschichte symbolisieren. Der Stängel der Blume hat einen Knick. Nach dem Knick folgt ein Aufschwung, der in der Blume mündet. Der Knick entspricht den Jahren der Entführung.

Die von ihr gestalteten Schmuckstücke bestehen aus Sterlingsilber. Die Goldschmiedin Gerda Guggenberger fertigt die Schmuckstücke nach Kampuschs Entwürfen an.

Karitative Unternehmungen

Im Oktober 2011 eröffnete Natascha Kampusch ein Krankenhaus mit 25 Betten in Sri Lanka, das sie in Zusammenarbeit mit der Hilfsvereinigung Don Bosco mit den nach ihrer Befreiung erhaltenen Spenden finanzierte.

Familie

Ihr Vater, Ludwig Koch, erhob in seinem 2013 erschienenen Buch schwere Vorwürfe gegen seine Tochter. So stellte er ihre Beschreibung der Entführung teilweise in Frage. Außerdem versuchte Koch, die Aufführung des Films 3096 Tage zu stoppen. Entgegen den Behauptungen in verschiedenen Medien hat Natascha Kampusch weder zu ihrem Vater noch zu ihrer Mutter den Kontakt abgebrochen, wie sie in einem ORF-Interview im Juli 2016 bestätigte.

Publikationen

Dokumentationen

Literatur

https://de.wikipedia.org/wiki/Natascha_Kampusch

L’affaire Natascha Kampusch est une affaire criminelle. Les faits sont l’enlèvement d’une petite fille autrichienne, Natascha Kampusch, par Wolfgang Přiklopil, technicien en télécommunications. Elle est séquestrée plus de huit ans, du  au , jour où elle s’est échappée.

Natascha Kampusch a par la suite écrit un livre, 3 096 jours, dans lequel elle raconte cette épreuve.

Biographie et situation familiale de Natascha

Âgée de 10 ans au moment de son enlèvement, elle est restée la plupart du temps enfermée durant huit ans, soit 3096 jours, dans un abri souterrain aménagé sous la maison de son ravisseur.

Ce n’est que le  qu’elle retrouve la liberté grâce à un moment d’inattention de son ravisseur : il lui avait demandé de passer l’aspirateur dans la voiture, et elle s’est échappée en profitant du fait qu’il se soit éloigné pour téléphoner. Wolfgang Přiklopil, son geôlier, s’est suicidé en se jetant sous un train le soir de l’évasion de Natascha Kampusch.

La jeune fille, via un message lu par ses médecins, a déclaré : « Il faisait partie de ma vie, c’est pourquoi d’une certaine manière je porte son deuil ».

Natascha Kampusch a passé ses huit ans de captivité dans la maison de Přiklopil, et notamment dans une cache sans lumière naturelle aménagée sommairement dans le sous-sol de l’habitation, comprenant un lit, un lavabo, des toilettes, un bureau et des rangements.

Son quotidien était rythmé par son lever, son petit déjeuner avec son ravisseur, le ménage, la cuisine, la télévision et la lecture et parfois des discussions avec Přiklopil. Lorsque son ravisseur, qui selon elle ne travaillait pas assez, quittait la maison, elle restait dans la cache.

Au fil du temps, sous la surveillance constante de Wolfgang Přiklopil, elle gagna l’accès au reste du domicile. Elle n’allait que très rarement dans le jardin, surtout de nuit et toujours sous la surveillance de son ravisseur.

Selon la presse, la police suspecterait Wolfgang Přiklopil d’avoir abusé sexuellement de Natascha Kampusch durant ses huit années de captivité. Cependant, Natascha n’a pas évoqué ces détails elle-même, demandant que l’on ne lui pose aucune question sur d’éventuels rapports intimes avec Přiklopil. Dans son autobiographie, elle indique avoir dormi attachée aux côtés de Přiklopil. Elle a en effet déclaré à la presse : « Je ne répondrai à aucune question portant sur des détails intimes ou personnels. Tout le monde veut sans arrêt poser des questions intimes qui ne regardent personne. Peut-être que je le raconterai à ma thérapeute si je devais en ressentir le besoin, ou peut-être jamais. Mon intimité n’appartient qu’à moi ».

Le , Natascha Kampusch accorde une interview à visage découvert à la télévision autrichienne ORF pour raconter sa captivité. Elle évoque la personnalité paranoïaque, instable et menaçante de Wolfgang Přiklopil. Natascha Kampusch tient à démentir certaines informations parues depuis son évasion du mercredi . La presse a raconté que ses relations avec ses parents étaient tendues, mais la jeune fille a précisé que ses contacts (téléphoniques pour le moment) avec ses parents étaient excellents. Elle déclare aussi : « Non, on est injuste envers ma mère lorsqu’on lui reproche quoi que ce soit. Je l’aime et elle m’aime. »

Natascha Kampusch souhaite maintenant reprendre des études, peut-être de droit, de psychologie ou de journalisme, et se réinsérer tranquillement dans la société. Fin 2007, elle ouvre son site internet et annonce le  qu’elle va animer une émission de télévision mensuelle d’entretiens avec des invités sur la chaîne privée Puls 4

Sa mère, Brigitta Sirny, 55 ans, a deux filles et cinq petits-enfants en 1998 quand Natascha Kampusch disparaît. Après cette disparition, il a été révélé que la mère et sa fille s’étaient disputées le matin même, Brigitta Sirny admettant avoir giflé sa fille.

Ludwig Koch, son père, avait aussi accusé son ancien associé d’être impliqué dans la disparition de sa fille, une charge dont il s’est excusé depuis.

Sa petite enfance avec sa mère n’aurait pas été heureuse, d’après Ludwig Adamovich, à la tête d’une commission chargée de déterminer d’éventuelles carences dans l’enquête sur l’enlèvement. Il a déclaré « le temps où Kampusch a été détenue pourrait avoir été plus facile pour elle que ce qu’elle avait connu avant. » Brigitta Sirny et Ludwig Koch s’étaient séparés alors que Natascha était encore tout jeune enfant. Elle partageait son temps entre ses deux parents, et venait, la veille de son enlèvement, de rentrer de vacances avec son père

Chronologie des événements

Enlèvement

Natascha Kampusch a quitté la résidence de sa famille dans le quartier de Donaustadt à Vienne le  pour aller à l’école, mais elle n’y est jamais arrivée. Un témoin a rapporté l’avoir vue entrer dans un minibus blanc avec les fenêtres arrières et latérales foncées, et deux autres témoins ont rapporté les lettres G ou GF (pour Gänserndorf) sur la plaque d’immatriculation. Un témoin, âgé de 12 ans, a déclaré avoir vu Natascha embarquée de force dans le minibus blanc, avec une autre personne au volant. Natascha Kampusch, cependant, ne rapporte pas la présence d’un deuxième complice bien qu’elle signale dans son autobiographie que son ravisseur ait au début accusé « d’autres personnes » de lui avoir commandé le rapt.

Suit alors une recherche massive, sans aucun succès. 776 fourgonnettes ont été examinées, y compris celle du ravisseur. Přiklopil, qui habitait dans Strasshof an der Nordbahn en Basse Autriche, près de Gänserndorf, à environ une demi-heure de Vienne en voiture, a été entendu alors dans le cadre d’un vaste interrogatoire des propriétaires de minibus blancs. Bien qu’il ait déclaré qu’il était seul à la maison le matin du , aucune recherche supplémentaire n’a été entreprise. La police se satisfait de son explication quant à la raison de la possession du minibus : le transport de matériaux de construction, puisque Přiklopil effectuait de tels travaux dans sa maison. En outre, il n’avait aucun casier judiciaire à ce moment-là.

Les enquêteurs avaient étudié des liens possibles avec les crimes du tueur en série français Michel Fourniret.

Captivité

Maison dans laquelle Kampusch a été retenue prisonnière.

Natascha Kampusch a été retenue prisonnière par son ravisseur dans une cache sans lumière naturelle, aménagée sommairement dans le sous-sol de l’habitation, et qui avait été construite dans les années 1960 par le père de Přiklopil afin d’en faire un abri anti-atomique. Cette pièce était située à 2,5 mètres sous le sol et mesurait 2,78 mètres de long, 1,81 mètre de large et 2,37 mètres de haut — 5 mètres carrés seulement au total.

Il ne s’agissait pas d’une chambre à coucher ordinaire : la pièce était complètement fermée, avec deux portes, dont une en acier, doublée de béton, quasiment indestructible, et aucune fenêtre. La porte d’entrée était cachée sous le sol du garage de Přiklopil. Pendant à peu près 2 ans de sa captivité, Přiklopil ne lui permettait jamais de sortir de la cache, même la nuit. Elle a passé par la suite une plus grande partie de son temps dans d’autres pièces de la maison, même si elle était obligée de passer dans la cache la plupart des nuits durant sa captivité.

Après l’évasion de la jeune fille la police autrichienne a découvert à l’intérieur de la cache une échelle reliant un lit au sol, ainsi que plusieurs meubles dont des commodes, une étagère, un bureau avec chaise et une télévision, comme décrit dans l’autobiographie. Ces équipements ont été construits progressivement par Přiklopil à la demande de Kampusch.

Les premiers mois sa cellule était quasiment non meublée, elle dormait sur un matelas de plage. Son ravisseur avait installé un ventilateur pour que l’air s’y renouvelle constamment. L’appareil, qui produisait un bruit permanent, n’évitait pas que l’air fût humide comme dans une cave.

Il y avait aussi beaucoup de feuilles de papier, des vêtements, des livres, des jeux et des bouteilles d’eau dans la pièce.

À partir de , Přiklopil permettait à Kampusch de se promener dans le jardin de temps en temps.

Dès le , après lui avoir cependant rappelé sa menace de la tuer à la moindre incartade, son ravisseur l’a même sortie de chez lui à de rares occasions. Ainsi, vers la fin de la captivité, il l’a notamment emmenée à Vienne, l’obligeant à l’aider à la rénovation d’un appartement.

Dans sa volonté de constituer une sorte de ménage « normal », il l’a également forcée à faire du ski (Natascha Kampusch raconte qu’elle a été battue pour avoir refusé d’accompagner son ravisseur), mais elle n’a pas pu s’évader. Pour des raisons inconnues, lors des premiers entretiens avec les policiers après son évasion elle a démenti avoir participé à cette excursion.

D’après son autobiographie, Natascha Kampusch préparait souvent le petit déjeuner de son ravisseur, sans avoir le droit d’y prendre part. Pour sa part, lorsqu’elle n’était pas « punie », elle disposait d’une tartine ou de deux cuillerées de céréales.

La plupart du temps, à sa demande, Přiklopil lui a donné des livres — elle s’est donc forgé une éducation rudimentaire. À partir du moment où elle a pu obtenir une radio, elle y suivait assidûment les émissions culturelles ou de formation. C’est ainsi qu’elle a pu apprendre des notions d’anglais. Elle avait également obtenu de Přiklopil qu’il lui fasse faire des devoirs. Dans son autobiographie, elle explique qu’il s’agissait à la fois de la préparation de son évasion, dont elle n’a jamais entièrement douté, et d’une stratégie pour placer son ravisseur dans une situation psychique de prise en charge.

À l’occasion d’une interview, Natascha Kampusch a expliqué qu’elle n’avait pas l’impression d’avoir gâché sa vie dans cette captivité et a déclaré : « Je me suis abstenue de plein de trucs. Je n’ai pas commencé à fumer ni à boire et je n’ai pas côtoyé les gens mauvais. » Mais elle a également ajouté : « L’idée me venait constamment que je n’étais pas née pour être enfermée toute ma vie… vous avez vu à la télévision la taille de la cache. C’était un endroit de désespoir. »

Elle a également accusé son ravisseur de violences physiques. Ce dernier souhaitait qu’elle l’appelât « Maître » et s’agenouille devant lui, deux postures qu’elle a constamment refusé d’adopter. En conséquence, Přiklopil la battait sévèrement et la privait de nourriture. D’une façon générale, son ravisseur la maintenait dans un état de sous-nutrition permanent, à certains moments elle pesait 38 kg pour une taille de 1,57 m.

Évasion

Natascha Kampusch est réapparue le . Après divers échecs, elle trouve un jour la force mentale et physique de s’évader.

Elle était en train de nettoyer la BMW 850i de son ravisseur dans le jardin de son domicile, lorsqu’à 12 h 53 Přiklopil reçut un appel sur son téléphone portable. Il s’éloigna du véhicule quelques instants à cause du bruit de l’aspirateur que Kampusch était en train de passer. Il semble que son ravisseur ne se soit rendu compte de l’évasion de Kampusch qu’après la fin de l’appel téléphonique. Environ cinq minutes après, elle a frappé à la fenêtre d’une voisine de 71 ans en disant « je suis Natascha Kampusch ». La voisine refuse de lui ouvrir mais appelle la police, dont des agents sont arrivés sur place à 13 h 4. Kampusch a par la suite été emmenée au commissariat de police de la ville de Deutsch-Wagram.

Natascha Kampusch a été formellement identifiée grâce à une cicatrice sur son corps, à son passeport — retrouvé dans la cache du domicile de Přiklopil — ainsi qu’à des tests d’ADN. La jeune femme était apparemment en bon état physique à l’exception d’un teint pâle et d’un poids de seulement 38 kg.

La première policière s’adressant à la jeune victime après son évasion s’est dite étonnée par l’« intelligence » et le « vocabulaire » de la jeune femme. Après deux ans de captivité, son ravisseur lui avait acheté des livres, des journaux et une radio à des fins éducatives. Přiklopil, se sachant recherché par la police, s’est suicidé en se jetant sous un train de banlieue près de la gare de Vienne-Praterstern à Vienne. Il avait apparemment prévenu Natascha Kampusch de son suicide en lui disant : « On ne m’attrapera jamais vivant. » Dans son autobiographie, Kampusch écrit avoir déclaré à son ravisseur quelques mois avant son évasion que l’un d’entre eux ne sortirait pas vivant de cette situation.

Natascha Kampusch dit dans sa déclaration officielle devant la presse : « Je n’ai pas envie de répondre à des questions sur des détails personnels ou intimes. »

La presse autrichienne a spéculé sur la possibilité que Natascha Kampusch souffre du syndrome de Stockholm à la suite de sa captivité. Elle a indiqué qu’elle était attristée par la mort de son ravisseur, en dépit du fait que celui-ci l’avait retenue prisonnière pendant huit ans. Selon la police, elle aurait même allumé à la morgue une bougie dédiée à sa mémoire. Elle a néanmoins démenti l’idée du syndrome et a décrit son ravisseur comme « criminel ». Dans son autobiographie, elle explique pourquoi le syndrome ne s’applique pas à son cas. Elle décrit la relation qu’elle a eue avec Přiklopil, comment elle a dû accepter certains compromis tout en protégeant son moi intérieur. Elle explique la nécessité devant laquelle elle s’est trouvée de pardonner certains des actes de son ravisseur.

Conséquences

Entretiens

Après avoir reçu des centaines de demandes d’entretien pour de fortes sommes d’argent, l’adolescente a accordé une interview à l’ORF autrichien. L’ORF n’a pas payé cet entretien, mais s’est décidé néanmoins à verser à Kampusch le profit réalisé sur la vente de l’interview à d’autres chaînes de télévision. L’interview a donc été vendue à plus de 120 pays, pour un montant de 290 euros par minute. Cette somme, estimée à quelques centaines de milliers d’euros au total, sera versée par Natascha Kampusch pour aider des femmes africaines et mexicaines.

Le , le journal quotidien Kronen Zeitung et le magazine NEWS ont également publié un entretien avec la jeune femme. Ces entretiens ont permis à Kampush de financer son logement et ses études, interrompues lors de sa captivité, ainsi que l’accès à un emploi stable. Lors de sa première entrevue, le journaliste Christoph Feurstein a demandé à Kampusch si elle se sentait « seule » pendant sa captivité. Elle a répondu : « quelle question ridicule » et a quitté la salle, revenant après une brève pause. Elle a profité de ces entretiens pour faire savoir publiquement certains détails plus précis de sa détention, en particulier les privations de nourriture que son ravisseur lui avait imposées parfois presque jusqu’à la mort, ainsi que les agressions brutales qu’elle avait subies. Kampusch a également parlé de son insomnie, de son angoisse, de ses blessures physiques et d’autres problèmes de santé.

Le , le journal The Times publie une grande interview de Natasha Kampusch par Bojan Pancevski et Stefanie Marsh.

3 096 jours

Le  sort son autobiographie, intitulée 3 096 jours, écrite avec l’aide de deux journalistes. Le film 3096 réalisé par Sherry Hormann sort le  et est librement inspiré du livre. Les actrices Amelia Pidgeon et Antonia Campbell-Hughes y interprètent le rôle de Natasha Kampusch, et l’acteur danois Thure Lindhardt le rôle de Wolfgang Přiklopil. À propos du film, Natasha Kampusch a déclaré : « Je me suis reconnue (dans ce film) mais la réalité était bien pire. Vous ne pouvez pas la montrer dans un film, ce n’est pas supposé être un film d’horreur »

Précisions

Plusieurs semaines après sa libération, Natascha Kampusch a reconnu avoir effectué plusieurs sorties en ville, en voiture, en compagnie de son ravisseur. Pendant l’hiver 2005-2006, elle a également « effectué deux séjours dans les stations de sport d’hiver d’Hochkar et de Semmering ». Selon son autobiographie, à aucun moment elle n’a pu profiter de ces déplacements pour s’évader. Elle insiste sur le fait que d’une part elle était constamment sous une menace de mort proférée par son ravisseur, qu’elle était dans une détresse physique et morale sévère, mais aussi que son enfermement lui avait fait perdre la capacité de nouer des relations avec autrui. D’une certaine façon, son évasion n’a été rendue possible que par le fait que Přiklopil, qui devait répondre à un coup de téléphone, soit sorti du garage où elle passait l’aspirateur. De ce fait, elle n’était plus sous sa surveillance étroite.

Le , Natascha Kampusch est devenue propriétaire de la maison dans laquelle elle a été séquestrée pendant plus de huit ans. Elle explique ce geste par le refus que la maison soit achetée par une personne mal intentionnée, et également par l’idée que cette attribution constitue un dédommagement pour la souffrance qu’elle a subie.

Bibliographie

 

 

 

 

 

 

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